Schülervorstellung zum Wasser -
Hausarbeit von Jana Schäfer

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   Inhalt und Relevanz der Arbeit

Beim Unterrichten ist es sehr wichtig, die Vorstellungen der Schüler*innen, die sie zu einem Thema oder Begriff bereits aus dem Alltag mitbringen, zu kennen und zu berücksichtigen. Ein Standardthema im Sachunterricht ist das Wasser. Im Zusammenhang mit dem Wetter oder dem Wasserkreislauf (Verdunsten, Kondensieren, Wolkenbildung) spielen insbesondere die Aggregatszustandsänderungen eine wichtige Rolle.

Frau Schäfer hat in ihrer wissenschaftlichen Hausarbeit „Schülervorstellungen zum Wasser in der Grundschule“ mit Hilfe von Interviews untersucht, welche Vorstellungen Grundschüler*innen zu den Aggregatszuständen des Wassers und ihren Übergängen haben.

Nach der Einleitung geht das 2. Kapitel auf die Physik im Sachunterricht und auf Schülervorstellungen ein. Dann werden fachliche Grundlagen wie Aggregatszustände und deren Wechsel sowie das Teilchenmodell vorgestellt. Im 3. Kapitel wird die durchgeführte Erhebung und insbesondere der Interviewleitfaden beschrieben. Im 4. Kapitel wird die Auswertung beschrieben, wobei sich die transkribierten Interviews, die redigierten Aussagen und die geordneten Aussagen aller elf Schülerinnen und Schüler im Anhang befinden. Im 5. Kapitel findet sich für jedes interviewte Kind die Explikation und die Einzelstrukturierung. Im 6. Kapitel werden die in der Einzelstrukturierung herausgearbeiteten Konzepte zu Kategorien zusammengeführt, die gemeinsame Denkstrukturen abbilden. Im 7. Kapitel wird ein Fazit gezogen.

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   Ergebnisse aus der Arbeit
Die Verallgemeinerungen der einzelnen, in den Interviews gefundenen Konzepte werden hier in tabellarischer Form dargestellt. Die rechte Seite enthält dabei jeweils Formulierungen der Schüler*innen. Auf der linken Seite befindet sich jeweils die Verallgemeinerung des zugeordneten Konzeptes.

Schmelzen ist ein Vorgang, bei dem Eiswürfel ihre Form verlieren oder sich auflösen. Paul: Auflösen Wenn es warm wird, löst sich der Frost der Eiswürfel auf.
Elias: Formverlust Eiswürfel brauchen viel Kälte, damit sie ihre Form behalten.
Verdampfen ist ein Vorgang, bei dem Wasser durch Hitze austrocknet oder sich auflöst. Paul: Austrocknen Wenn es zu heiß ist, dann verdampft das Wasser und trocknet aus.
Ella: Austrocknen Das Wasser ist ausgetrocknet und weg.
Lena: Austrocknen Das Wasser im Topf wird weniger, weil es ausgetrocknet ist.
Marc: Auflösen Irgendwann lösen sie sich dann auf.
Verdampfen ist ein Vorgang, bei dem Wasser verschwindet, indem es sich in Luft verwandelt. Paul: Das flüssige Wasser verwandelt sich in Luft.
Anna: Das Wasser ist beim Kochen weggegangen und hat sich in Luft verwandelt.
Emma: Das Wasser hat sich in Luft verwandelt und ist unsichtbar.
Wasserdampf ist sichtbarer Rauch. Marc: Feiner Nebel als sichtbares Zeichen für Wasserdampf.
Max: Den Wasserdampf sieht man am Rand des Topfes.
Leon: Das ist der Rauch über dem Topf.
Die im Wasser entstehen den Siedeblasen bestehen aus Luft. Paul, Elias, Anna, Lena: Die Blubberblasen bestehen aus Luft.
Ella: Die Blasen bestehen aus Wasser und Luft.
Marc: Es entstehen Luftblasen.
Hitze ist ein Stoff, der eingeschlossen werden kann,
mit Wasser oder Rauch aufsteigt und sichtbare Effekte verursacht.
Paul: Die Hitze kann nicht mehr aus dem Topf raus.
Elias: Der Deckel beschlägt, weil die Hitze da drin eingeschlossen war
Ella: Der Rauch besteht aus Wasser und Hitze. Hitze steigt mit dem Rauch auf.
Materie besteht aus kleinen Teilchen, die bei Erwärmung größer werden, sich ausdehnen. Teilchen besitzen sichtbare Eigenschaften wie Farbe, Form und Größe. Marc: Die Teilchen im Wasser werden immer größer und lösen sich dann irgendwann auf.
Lucas: Teilchen besitzen sichtbare Eigenschaften wie Farbe, Helligkeit und Größe und verändern diese bei Temperaturveränderungen.
Max: Moleküle sind Kugeln.
Leon: Teilchen sind Kugeln und besitzen die Farbe des Stoffes.
Teilchen sind kleine Einheiten, die sich gegenseitig an den Händen halten und sich bewegen können. Lena: Die Teilchen halten sich fest an den Händen und zappeln.
Valentina: Die Teilchen halten sich gegenseitig fest.
Max: Teilchen halten sich fest.
Leon: Teilchen halten sich fest und lassen sich los.
Weitere anthropomorphe Erklärungen Paul: Das Wasser hat die Hitze nicht mehr ausgehalten.
Elias, Ella: Der Topfdeckel beschlägt, weil er schwitzt.

| Prof. Dr. Thomas Wilhelm, Institut für Didaktik der Physik, Universität Frankfurt, Max-von-Laue-Str. 1, 60438 Frankfurt am Main |
| vorher: Didaktik der Physik, Universität Augsburg |
| ehemals: Lehrstuhl für Physik und ihre Didaktik, Universität Würzburg |